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Lutherkekse gehen immer
Eingestellt am: 22.09.2009

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Halloween

Woher kommt eigentlich „Halloween“ ?


Der Name leitet sich her von „Allhallows Eve(ning)“. Gemeint ist der Vorabend von Allerheiligen. Allerheiligen, der Gedenktag für die Heiligen, wird in der katholischen Kirche am 1. November gefeiert, so dass „Allhallows Eve“ genau auf den 31. Oktober, den Reformationstag fällt.

Entstanden ist Halloween in Irland. Dort erzählte man sich die Geschichte von Jack O´ Lantern: Jack war durch eine List aus der Hölle entkommen, als er aber in den Himmel kam, war die Tür dort für ihn verschlossen. Jack war verdammt, ewig zwischen Hölle und Himmel zu wandern. Er war unterwegs mit einer Kerze in einer ausgehöhlten Rübe. Daher kommt der Brauch, Fratzen-Kürbisse auszuschneiden und zu beleuchten. Irische Einwanderer brachten Halloween in die USA. Seit etwa zehn Jahren verbreitet es sich auch in Deutschland. Die Scherzartikelhersteller haben in „Halloween“ einen neuen Verkaufsschlager entdeckt. Sicherlich habt Ihr die Halloween-Artikel in Eurem Supermarkt auch schon entdeckt: Kürbisgirlanden, Kürbismasken mit blinkenden Augen, schrille Plastikratten, gruselige Totenköpfe, Gespenstermasken und Spinnennester. Aber aufgepasst, billig ist das nicht und Euer Taschengeld ist schnell aufgebraucht.

Darf ich als Konfirmandin an „Halloween“ mitlaufen?

Leute nehmt euch bloß in acht,
die Halloweengeister sind erwacht,
wollt ihr keine Qualen erleben,
müsst ihr uns was Süßes geben.

Mit diesem Spruch gehen viele von Euch an „Halloween“ von Tür zu Tür und verlangen „Süßes oder (es gibt) Saures!“ „Heischegang“ (von heischen = bitten, betteln) nennt man das, und es findet an manchen Orten auch am Silvesterabend, dem Dreikönigsfest (6.Januar) oder am Martinsfest (am 11. November, Martin Luthers Tauftag) statt.

„Halloween“ ist kein christliches Ereignis und wird deswegen in der Kirche auch nicht gefeiert. Trotzdem kannst Du mit Deinen Freundinnen und Freunden mitgehen. Achte aber darauf, wenn „Saures“ gegeben wird, dass keine Gewalt geübt wird. Lack auf Türen ist kein Scherz, sondern Sachbeschädigung. Und denke daran, dass gerade ältere Menschen in der Dunkelheit Angst haben, die Haustür zu öffnen. Diskutiere mit Deinen Freunden über Halloween und den Reformationstag. Vielleicht haben Sie noch nicht von der Geschichte Martin Luthers gehört.

Was dachte Martin Luther zu Teufeln und Gespenstern?

Im späten Mittelalter, als Martin Luther lebte, waren viele Menschen davon überzeugt, dass es den Teufel tatsächlich gibt. Auch Martin hatte manchmal das Gefühl, der Teufel würde ihn auf böse Gedanken bringen. Einmal soll er sogar mit einem Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben, um ihn zu vertreiben. Trotzig schrieb Martin in einem Kirchenlied: »Und wenn die Welt voller Teufel wäre, fürchten wir uns nicht.« Bangemachen gilt nicht, war Martins Devise. Denn wer auf Gott vertraut, braucht vor niemandem Angst zu haben.